Herren 1: Vorne Pfui – hinten hui

HG Oftersheim/Schwetzingen II  – TSV Rot Malsch 22:22 (12:10)

Hinten Hui – vorne Pfui

In einem fairen, jedoch bei weitem nicht hochklassigen Badenliga-Spiel zwischen der HG O/S II und dem TSV Rot-Malsch bekamen lediglich die Fans guter Abwehrreihen und Torsteher etwas geboten. Die Offensivreihen agierten beidseitig nach dem Prinzip: Alles aus dem Stand und mit wenig Tempo. Ein Rezept, dass in der Badenliga nur bedingt fruchtet, somit ist das Ergebnis mit 22:22 auch recht schnell erklärt.

Ein auf vier Positionen veränderter Kader wollte sich die Punkte 17 und 18 unter den Nagel reißen und den Erfolg gegen Knittlingen vergolden. Gold war aber erstmal nur Torhüter Jannik Steger, der seine Vorderleute durch zahlreiche Paraden, unter anderem auch zwei gehaltenen Strafwürfen, im Spiel hielt. Nach der Führung durch Andre Weis lief gar nichts mehr Seiten der Traditionsspielgemeinschaft, nach zwölf gespielten Minuten und ca. gleich vielen Fehlwürfen und technischen Fehlern unserer Mannschaft musste beim 5:2 für die Gastgeber eine Auszeit her um die Lethargie zu durchbrechen. Es wurde dann auch etwas besser, nach dem 7:3 hatte die TSV eine gute Phase und konnte binnen fünf Zeigerumdrehungen auf 8:7 anschließen. Im Anschluss aber leider wieder die selbe Leier – mit dem Ball aus dem Stand ins 1:1 gehen, festmachen lassen oder einen technischen Fehler produzieren. Egal mit welcher Formation, egal welches Spielsystem – jeder fügte sich nahtlos an die nicht vielversprechende Philosophie ein. Das es zur Pause dann nur 12:10 für die HG O/S stand war vor allem des starken Jannik Stegers sowie der Tatsache zu verdanken, dass der Gastgeber einen ähnlichen Angriffsstil präferierte.

Die zweiten 30-Minuten ähnelten dann in vielen Facetten dem ersten Abschnitt. Zwar kamen unsere Farben besser rein und stellten schnell auf 12:12. Anschließend übernahm Schwetzingen wieder das Kommando, nach dem 17:13 nach exakt 44:52 gespielten Minuten musste erneut der grüne Karton herhalten. Nach zwei direkten Ballverluste gefolgt von Gegenstoßtoren war der Rückstand bereits auf fünf Treffer (19:14) angewachsen, aufgrund der schwachen Angriffsleistung schien dies eine zu große Hypothek an diesem Tag zu sein. Wenn man unserer Mannschaft aber eins an dem Tag nicht vorwerfen kann, dann Einstellung und Kampf. Vorne wurde das gerade zu Beginn überhaupt nicht funktionierende 7:6 praktiziert, dies konnten dann jeweils zweimal Dominic Steinhauser und David Grün in Zählbares ummünzen und die TSV wieder in Schlagdistanz bringen (20:19, 53 Spielminute). Trotz des Wissens, dass die Truppe Crunch Time kann, war heute eher kein gutes Gefühl auf Tribüne und Bank vorhanden. Dies schien sich zu bewahrheiten, drei Minuten vor Ende erzielte der Gastgeber das vermeintlich vorentscheidende 22:20. Einen Ballverlust der Gäste im direkt darauffolgenden Angriff “konterte“ Schwetzingen ebenfalls mit einem technischen Fehler gepaart mit einer 2-Minuten Zeitstrafe. Somit war die TSV bis zu Ende in Überzahl. David Grün, Leihgabe aus der 1b, stellte den Anschluss her und Jannik Steger mit einer weiteren Parade besorgte seinen Mannen Ballbesitz im finalen Angriff. Hier war es dann Lukas Marterer, der zwei Sekunden vor Schluss mit seinem ersten Torwurf den glücklichen aber aufgrund der nie aufgebenden Gastmannschaft in Summe verdienten Ausgleich erzielte.

Durch das Unentschieden, bereits das vierte der laufenden Saison, hat unsere Mannschaft weiterhin zehn Punkte Vorsprung vorm ersten Abstiegsplatz. Nach einer zweiwöchigen Pause inkl. dem Närrischen Treiben warten lukrative Aufgaben auf den Badenliga-Siebten. Mit Plankstadt und Viernheim stellen sich zwei Schwergewichte in Rot bzw. Malsch vor. Gut ausgeruht und frei von Verletzungen sollen weitere Punkte auf das eigene Konto gepackt werden um den großen Abstand zu den unteren Hängen zu halten. Bis dahin wünscht die Mannschaft alle Faschingsfreunden eine schöne Zeit – Helau!

Aufstellung TSV Rot-Malsch

Louis Schäfer, Jannik Steger; Andre Weis (1), Levin Eder (1), Maximilian Hornstein (6/2), Laurenz Springer, David Wribe, Linus Billmaier (1), Lukas Marterer (1), Gabriel Moser (1), Patrick Winkler (2), David Grün (3), Dominic Steinhauser (4)

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