TV Hardheim – TSV Rot-Malsch 35:30 (20:11)
Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten zeigten die Red Lobsters am Samstagabend beim TV Hardheim. Nach einer schwachen ersten Hälfte und einem deutlichen 11:20-Rückstand zur Pause präsentierte sich der TSV Rot-Malsch nach dem Seitenwechsel wie ausgewechselt. Die zweite Hälfte ging mit 19:15 an den TSV, für Punkte reichte die Aufholjagd am Ende allerdings nicht mehr. Mit 30:35 mussten sich die Red Lobsters geschlagen geben.
Dabei begann die Partie vor bekannt stimmungsvoller Kulisse zunächst ausgeglichen. Die Red Lobsters legten mehrfach vor und führten nach gut sieben Minuten mit 4:3. Danach übernahm jedoch zunehmend Hardheim das Kommando. Aus dem 4:4 wurde innerhalb weniger Minuten ein 7:4 für die Gastgeber – und auch eine frühe Auszeit des TSV brachte zunächst nicht die erhoffte Wende.
Das Hauptproblem in der ersten Hälfte: In der Abwehr wurde nur mäßig zugepackt, während im Angriff Ideen und Konsequenz fehlten. Dazu kamen zu viele technische Fehler. Hardheim nahm die Geschenke dankend an, spielte seine Angriffe konsequent aus und setzte sich Tor um Tor ab. Aus einem 11:7 wurde über 15:9 schließlich der deutliche 20:11-Pausenstand.
Nach der Pause dann ein anderes Bild. Die Red Lobsters kamen mit einer deutlich verbesserten Einstellung aus der Kabine und steigerten sich in allen Mannschaftsteilen. Die Abwehr agierte aufmerksamer und konsequenter, im Angriff wurde zielstrebiger gespielt und auch das Tempospiel funktionierte viel besser.
Zwar war die Hypothek aus der ersten Hälfte groß und Hardheim hielt den TSV zunächst weiter auf Abstand, doch die Red Lobsters gaben sich zu keinem Zeitpunkt auf. Gerade in der Schlussphase zeigte die Mannschaft Moral und Kampfgeist: Vom 29:22 kämpfte sich der TSV über 29:25 wieder heran und hielt das Tempo bis zum Schluss hoch.
Am Ende steht eine 30:35-Niederlage, aber eben auch eine mit 19:15 gewonnene zweite Halbzeit. Und genau darin liegt die wichtigste Erkenntnis dieses Spiels: Die Leistung nach der Pause hat gezeigt, wie die Mannschaft auftreten kann und muss. Diese Einstellung, Konsequenz und mannschaftliche Geschlossenheit gilt es jetzt in die kommenden Spiele mitzunehmen – und zwar von der ersten Minute an.
Für die Red Lobsters spielten:
Louis Schäfer und Alexander Guse (Tor)
Lennard Moser (8), Maxi Hornstein (6), Dominic Steinhauser (5), David Grün (3), Linus Billmaier (2), Laurenz Springer (2), Noah Brühmüller (2), Janosch Menger (1), Ben Hütten (1) Patrick Fehringer, Raphael Thome, Lukas Marterer.
