TSV Rot-Malsch – JSG Handball Köln 21:26 (11:14)
Am Ende wird die starke Leistung leider nicht belohnt. Der TSV präsentiert sich im Auftaktspiel des Qualifikationsturniers für die Zweite Jugend-Bundesliga gegen den JSG Handball Köln in vielen Bereichen auf Augenhöhe, muss sich aber mit 21:26 geschlagen geben. Das ist unterm Strich deutlicher als der tatsächliche Spielverlauf. Zu viele kleine Fehler auf Seiten des TSV geben den Ausschlag für den Gegner und verhindern den großen Coup.
Der TSV startet bärenstark in die Partie und ist von den ersten Sekunden an hochkonzentriert. Der Lohn: das 1:0 (2.) und sogar das 3:1 (3.). Die JSG, ein Zusammenschluss aus den Vereinen Longericher SC Köln, MTV Köln und 1.FC Köln mit dem Anspruch, „die“ Talentschmiede in Köln zu sein, schlägt zurück, gleicht zum 3:3 (4.) aus. Der TSV zeigt sich davon zunächst aber unbeeindruckt, holt sich mehrfach wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung. Es heißt 5:3 (5.), 6:4 (6.) und 7:5 (8.). Der Gegner aus der Eine-Million-Einwohner-Stadt am Rhein scheint vom Auftritt der Jungs vom Dorf mindestens verblüfft zu sein. Der „echte Härtest“, den man vorab via sozialen Medien erwartet hat, stellt sich tatsächlich ein.
Köln kommt jetzt aber besser ins Spiel, gleicht zum 7:7 (10.) aus, zum 8:8 (12.) und zum 9:9 (13.). Der TSV präsentiert sich zwar weiter gut und vor allem defensiv stark, allerdings schleicht sich nun doch der eine oder andere Fehler ins Spiel. Zu diesem Zeitpunkt sind es einige ärgerliche Passfehler im Aufbau, sicher verständlich, angesichts der hohen Intensität des Duells, und weniger vergebene Großchancen.
Beim 9:10 (14.) hat Köln dann erstmals die Nase vorn und nutzt einen kurzen Rot-Malscher Durchhänger, um zügig auf 9:13 (16.) zu erhöhen. Der TSV kontert und kommt wieder auf 11:13 (18.) heran, ist auch nach der Pause (es werden zweimal zwanzig Minuten gespielt) beim 13:15 (24.) wieder nahe dran. Köln bleibt jedoch stabil, beim TSV häufen sich dagegen wieder die kleinen Fehler, jetzt auch im Abschluss: Der Rückstand wächst auf 13:18 (26.) und 14:20 (28.).
Die Messe scheint gesungen, stark, dass das Team sich trotzdem überhaupt nicht hängen lässt. Vier eigene Treffer hintereinander verkürzen nicht nur auf 18:20 (32.), sondern schüren auch bei den zahlreich mitgereisten Fans, die sich jetzt immer lautstarker bemerkbar machen, wieder die Hoffnung. Geht noch was?
Beim 19:21 (33.) darf man daran noch glauben, beim 20:23 (35.) wenigstens hoffen. Dann muss der TSV aber wieder abreißen lassen, spätestens beim 20:25 (38.) ist die Niederlage endgültig besiegelt. Die fällt am Ende mit 21:26 leider ein paar Tore zu hoch aus.
Noch ist der Tag aber nicht vorbei, um 17.40 Uhr geht es gegen die HG Saarlouis, vergangene Saison Meister der Regionalliga Südwest und ein weiterer für den TSV völlig unbekannter Gegner. Das Spiel beginnt dann wieder bei 0:0. Und die Jungs werden dann sicher wieder eine couragierte Leistung abrufen, nicht zuletzt für ihren krankheitsbedingt leider verhinderten Trainer Lotsch Gehring, der beim Mitfiebern am Live-Ticker hoffentlich ganz cool bleibt …
Das Team: Andre Paris, Matthis Bechtler (beide Tor), Henrik Schwarz (1), Dominik Dillmann, Luis Förderer (3), Tobias Rieg, Julius Gehring (9/1), Vito Gärtner (3/1), Valentin Aykan, Jonas Fischer, Leander Hofacker (1), Alfred Fellhauer, Jannis Benedict, Finnegan Rößler (4), Leart Xhylani, Thomas Valentin.
(Text & Fotos: Armin Rößler)
