mJA: Souveräner Sieg im Schongang

HG Oftersheim/Schwetzingen 2 – TSV Rot-Malsch 21:39 (12:20)

Wie gemein! Da schafft der TSV seinen höchsten Saisonsieg, und das auch noch auswärts, gerät – blenden wir die ersten fünf Minuten mal aus – nie ernsthaft in Schwierigkeiten, sondern gewinnt absolut souverän und zementiert auch noch den hervorragenden vierten Tabellenplatz in der Oberliga Baden-Württemberg. Und doch sitzt da draußen der nur beobachtende Schreiberling und denkt: Das wäre auch besser gegangen.

Armin Rößler | TSV Rot-Malsch
Armin Rößler | TSV Rot-Malsch

Damit hat er zwar irgendwo recht, weil auch der deutliche 39:21-Auswärtssieg die Überlegenheit des TSV in der Schwetzinger Nordstadthalle nur unzureichend widerspiegelt. Andererseits möchte man auch ein wenig Verständnis für die Spieler einfordern, die diese Partie selbst im Schongang gemütlich nach Hause bringen. Dass die Gastgeber gerade mal neun Namen auf den Spielberichtsbogen bringen, ist einer der Gründe, warum der Tabellenneunte schlicht nicht mehr Gegenwehr leisten kann.

Armin Rößler | TSV Rot-Malsch
Armin Rößler | TSV Rot-Malsch
Armin Rößler | TSV Rot-Malsch

Dass allerdings auch die HG Oftersheim/Schwetzingen 2 Handball spielen kann, belegen die ersten knapp fünf Minuten. Rot-Malsch startet schlampig und unkonzentriert in die Partie, das wird sehr konsequent bestraft. Die Hausherren legen ein 3:0 vor und machen keineswegs den Eindruck, als wären sie nur angetreten, um die Punkte brav abzuliefern. Dann bequemt sich aber endlich auch der TSV, deutlich aufmerksamer am Spiel teilzunehmen und vor allem seine Konterchancen nach Ballgewinnen zu nutzen: Auf der Anzeigetafel wird aus dem 3:1 (5.) schwuppdiwupp ein 3:8 (12.).

Armin Rößler | TSV Rot-Malsch
Armin Rößler | TSV Rot-Malsch

Damit ist die Geschichte des Spiels auch schon erzählt, Rot-Malsch, das auch heute wieder sechs Jungs aus der B-Jugend im Kader hat, kann munter durchwechseln, ohne die Kontrolle zu verlieren, führt klar, zwischenzeitlich mit zehn Toren (6:16/19.), baut diesen Vorsprung aber erst ab dem 17:28 (42.) noch weiter aus. Dazwischen gibt’s leider auch ordentlich Leerlauf, leichtfertig verballerte Möglichkeiten und den einen oder anderen unnötigen Ballverlust. Siehe oben: in Summe alles nachvollziehbar und verzeihlich.

Armin Rößler | TSV Rot-Malsch
Armin Rößler | TSV Rot-Malsch
Armin Rößler | TSV Rot-Malsch

Angesichts der Tabellenkonstellation mag es ebenso verständlich sein, dass einige Fans auf dem Smartphone auch der parallel stattfindenden Partie zwischen der HRR Meißenheim/Nonnenweier/Ottenheim und dem TSV Forst zumindest ein halbes Auge schenken: Die erhoffte Schützenhilfe aus Forst bleibt beim 40:30 leider aus, damit kann der TSV (22:12 Punkte) die HRR (24:10) am letzten Spieltag definitiv nicht mehr überflügeln – im direkten Vergleich hat man um genau ein Tor den Kürzeren gezogen.

Armin Rößler | TSV Rot-Malsch
Armin Rößler | TSV Rot-Malsch

Platz vier ist dennoch weit mehr, als vor der Saison für eine Mannschaft aus dem überwiegend jüngeren Jahrgang auf diesem hohen Niveau zu erwarten war, die Belohnung gibt es mit der Möglichkeit, für nächste Saison an der Regionalliga-Qualifikation teilzunehmen. Davor wartet noch ein letztes Spiel vor heimischem Publikum und die theoretische Chance, bei optimalen Verlauf (wenn’s ganz, ganz, ganz gut läuft) sogar doch noch Dritter zu werden: am Samstag, 21. März, zur Primetime um 20 Uhr in der Parkringhalle Rot gegen die HGW Hofweier vor hoffentlich vollem Haus – das Team hat es definitiv verdient.

Armin Rößler | TSV Rot-Malsch

Es spielten: Andre Paris, Oliver Oerther (beide Tor), Henrik Schwarz (3), Dominik Dillmann (2), Luis Förderer (1), Tobias Rieg (4), Julius Gehring (7/2), Vito Gärtner (4), Jonas Fischer (2), Leander Hofacker (11), Alfred Fellhauer, Finnegan Rößler (2/1), Bengt Tauer (3).

(Text & Fotos: Armin Rößler)

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