Männer IV: Hier ist Zehnbauer

SC Wilhelmsfeld II – TSV Rot Malsch IV 31:36 (14:21) 

Nachdem die 1D vor zwei Wochen beim After-Fasching Game in Ketsch die erste Saisonniederlage einstecken musste (gab kein Bericht, denn: we only write if we’re winning), rehabilitierte man sich im beschaulichen Wilhelmsfeld wieder etwas. Gründe: Ein breiterer Kader als zuletzt und die kleine Halle spielte der konditionsschwachen Spielgemeinschaft ebenfalls in die Karten. Somit ist Sieg nur zehn eingetütet (daher die super witzige Überschrift).

Der deutlich jüngere Kader der Gastgeber spielte zu Beginn rotzfrech auf, hielt das Tempo hoch und überraschte die 1D völlig. Eigentlich ging man davon aus, dass in der Halle keine erste und zweite Welle möglich seien, Wilhelmsfeld belehrte einen aber eines Besseren. Nach exakt 2:49min stand es 4:2, knapp eine Minute später 5:3. Selten mussten die Lockis so viele Gegentreffer in so kurzer Zeit schlucken. Danach stellten sich die alten Haudegen (die Starting Six hatte ein Durchschnittsalter von 38 Jahren) aber besser auf Halle & Gegner ein und drehte binnen drei Minuten auf 5:6. Der SC glich nochmals aus, dann übernahm Rot-Malsch aber komplett das Zepter und führte beim 6:10 schon etwas deutlicher. Als Belohnung gönnte die Heimsieben der 1D eine Auszeit, welche man dankend annahm und beim 8:14 nach knapp 16 Minuten erstmal mit sechs vorne lag. Diese Führung baute die Jungs von Trainer Manuel Thome gar auf sieben Treffer aus, beim Stand von 14:21 des exzellenten Schiedsrichters Zehrenbach wechselte man die Seiten.

Die Kabinenansprache war unmissverständlich und selbst für Nicht-Handballfachmänner klar zu verstehen – die ersten zehn Minuten sind entscheidend. Gesagt, getan. Mit einer Mischung aus Einzelaktionen, Kontern und in Teilen sogar spielerischen Lösungen zog die 1D den Gastgebern vermeintlich den Zahn, beim 15:25 nach exakt 36 Minuten schien die Partie entschieden. Die zweistellige Führung verteidigten die Lockführer bis zum 19:29, schaltete dann aber zwei Getriebestufen zurück. Da man den null Gästefans nichts bieten musste, ließ die Spielvereinigung die Gastgeber Tor um Tor aufholen, nach dem Treffer zum 25:30 musste dringend eine Auszeit her. Diese brachte aber nur kurzfristige Besserung, zwei Minuten vor Ende betrug der Vorsprung plötzlich nur noch drei magere Törchen. Dann beging Wilhelmsfeld jedoch den spielentscheidenden Fehler. Anstatt zu warten, bis die Gäste den nächsten Ball unbedrängt ins Aus bugsierten entschied man sich für eine offene Deckung, die der wendigen und blitzschnellen 1D voll in die Karten spielte. Das ältere Semester der Truppe (fast alle) erinnerte sich grob an das letzte Parteilballspiel vor ca. fünf Jahren, trug die Kirsche tadellos nach vorne und netzte zweimal in Folge an. Die Katze und zwei Punkte waren im Sack.

Dabei waren

Jan Thome, Dominik Hassis; Andreas Walz (2), Julian Funkert (6), Sebastian Thome (11), Philipp Schäffner (5/1), Tobias Förster (5), Kim Förster (1), David Bitz, Andre Waßmer (3), Andreas Bihn, Felix Stadter (3)

Vorschau

Nächste Woche geht’s gegen Plankstadt, immerhin Tabellendritter und ebenso wie unsere Mannschaft mit einigen alten Haudegen bestückt. Es wird mit Sicherheit eng, eine konzentrierte Leistung über die komplette Spielzeit wird notwendig sein um die Punkte in Rot zu behalten. Die 1D hofft auch mehr Zuschauer als in Wilhelmsfeld, daher muss nach Adam Riese mindestens ein Fan kommen. Das sollte zu schaffen sein 🙂

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