Männer 1: Konzentriert, abgeklärt und einfach nur gut

TSV Wieblingen – TSV Rot-Malsch: 28:35 (15:23)

Beim Blick auf die Tabelle war klar, dass es sich bei dem Duell am Sonntagabend in der Wieblinger Sporthalle um das Spitzenderby des 19. Spieltags in der Verbandsliga handelte. Es hieß „Der Dritte empfängt den Zweiten“ – für entsprechende Spannung war also gesorgt. Zumal die Voraussetzungen für dieses Derby zusätzliche Spannung versprach, kamen die Red Lobsters nach 2 deftigen Niederlagen gegen Wiesloch und Weschnitztal und zumindest teil-rehabilitiert vom letzten Wochenende gegen Knittlingen, nach Heidelberg, wo die heimischen Wieblinger als tempo-, spiel- und kampfstark bekannt sind.

Um es vorweg zu nehmen: Der TSV Rot‑Malsch hat in Wieblingen nicht nur zwei Punkte eingesammelt, sondern auch eindrucksvoll gezeigt, wie viel Spaß Handball machen kann. Spieler, Trainer, Zuschauer – alle hatten sichtbar Freude an einem Auftritt, der von Energie und Spiellaune geprägt war. So schön kann Handball sein!

Traumstart mit Vollgas-Handball

Die Red Lobsters legten los, als hätte jemand den Turbo gezündet. In den ersten 15 Minuten fielen die Tore fast im Minutentakt – 11 Treffer, ein 6:11‑Vorsprung und jede Menge gute Laune auf dem Spielfeld, den Rängen und der Bank. Die Mannschaft spielte frei auf, fand kreative Lösungen und ließ Wieblingen kaum Luft zum Atmen. Der Angriff spielte konzentriert die Spielzüge zu Ende, die Passgeschwindigkkeit stimmte und es wurden schnelle Gegenstöße gelaufen. Vor allem auch endlich einmal konsequent und sicher abgeschlossen, auf allen Positionen. In der Abwehr ließen die Jungs ebenso nichts anbrennen und wenn was aufs Tor kam, hatte der klasse aufgelegte Louis Schäfer auch noch was dagegen, die Wieblinger wieder rankommen zu lassen.

So konnten die Red Lobsters bis zur Pause den Vorsprung Schritt für Schritt ausbauen. Mit einem satten 15:23 ging es in die Kabine – und die Mannschaft und Rot‑Malscher Fans hatten schon da das Gefühl: Heute läuft’s einfach.

Zweite Hälfte: Clever, kontrolliert – und ein kurioser Leerlauf

Nach dem Seitenwechsel blieb Rot‑Malsch souverän. Der Vorsprung wurde sicher verwaltet, Chancen wurden weiter geduldig herausgespielt und eingenetzt. Ein Highlight der besonderen Art: Zwischen Minute 43 und 49 – normalerweise die typische Schwächephase der TSV – gelang keinem der beiden Teams ein Treffer. Sechs Minuten Handball ohne Tore – selten, aber irgendwie auch passend für die 2. Halbzeit. Die Zuschauer nahmens mit Gelassenheit, die Spieler auch. Eric Erles probierte ebenso wie sein Gegenüber das ein oder andere aus – inklusive Geburtstagsgeschenk für Youngster Noah Brühmüller, der zur eigenen Überraschung seit der A-Jugend endlich mal wieder auf der Mitte das Spiel gestalten durfte.

Am Ende ein verdienter 28:35‑Sieg – und viele glückliche Gesichter

Die TSV Rot‑Malsch brachte den Vorsprung sicher ins Ziel und feierte einen Auswärtssieg, der nicht nur sportlich überzeugte, sondern auch emotional hängen bleibt. Ein Spiel, das zeigt, warum man diesen Sport liebt: Tempo, Teamgeist, Tore – und hoffentlich ein Schub für die nächsten Spiele. Why not?

Eine Stunde nach Abpfiff dann noch die Meldung, dass der TSV Knittlingen einen Sieg gegen die TSG Wiesloch feiern konnte – es ist also alles wieder offen in der Verbandsliga.

Es spielten für die TSV:

TSV Rot-Malsch: Maximilian Hornstein (6), Dominic Steinhauser (6), Noah Brühmüller (4), Janosch Menger (4), Lennard Moser (4), Linus Billmaier (3), David Grün (3), Raphael Thome (2), Levin Eder (1), Lukas Marterer (1), Laurenz Springer (1), Gabriel Moser, Louis Schäfer, Janis Steinhauser

Offizielle: Leni Eder, Eric Erles, Pascal Freiseis, Robert Grüneberg

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