TSV Rot-Malsch – HG Oftersheim/Schwetzingen 2 30:23 (15:10)
Gläser sind ja gerne halb voll oder halb leer. Oft eine Frage der Perspektive, die bei der A-Jugend das Pendel gerade mal wieder besonders wild ausschlagen lässt. War das Unentschieden in der vergangenen Woche gegen den Tabellenletzten auf dem Papier zu wenig und trotzdem am Ende nach einer tollen Aufholjagd sogar noch ein Punktgewinn, bedeutet der Pflichtsieg gegen den Vorletzten, die HG Oftersheim/Schwetzingen 2, unterm Strich das dritte ungeschlagene Spiel in Folge – eine schöne Serie, auf der sich aufbauen lässt. Der November endet mit 5:3 Punkten alles andere als trist, nachdem zuvor der Oktober (1:5 Zähler) leider keineswegs golden war. Also: einerseits die Pflicht erfüllt, auf der anderen Seite aber auch ein ganz wichtiger Sieg. Tendenz positiv.
Die Partie in der Reblandhalle ist bis zum 3:3 (7.) ausgeglichen, dann übernimmt Rot-Malsch das Kommando, zieht auf 6:3 (12.) und 8:4 (17.) davon. Beim 13:7 (27.) sieht es nach einer klaren Sache aus, mit dem 15:10 (30.) geht es in die Pause. Die Mannschaft spielt defensiv solide, doch die Offensivschwäche, die sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht, klebt ihr auch heute an den Händen. Wieder wird eine Vielzahl bester Chancen leichtfertig vergeben.
Dass sich das rächen kann, hat die erste Saison in der neuen Oberliga Baden-Württemberg schon zur Genüge bewiesen. Auch heute deutet sich eine Wende ins Negative kurz an, Oftersheim/Schwetzingen kommt nach dem Seitenwechsel auf 15:13 (34.) heran. Zum Glück bleibt es bei einer kurzen Schwächephase, der TSV zeigt Moral, sorgt mit den Treffern bis zum 19:14 (39.) wieder für klare Verhältnisse. Die sieben Tore Vorsprung, die auch am Ende auf der Anzeigetafel stehen, sind mit dem 24:17 (48.) erstmals erreicht. Echte Spannung kommt danach – erfreulicherweise – nicht mehr auf. Zur Wahrheit gehört auch: Statt dreißig Toren hätten es heute vierzig oder mehr sein können, eher müssen.
Pflichtsieg hin, Serie her – mit dem TV Forst wartet kommende Woche ein weiterer Gegner auf Augenhöhe, der sich zuletzt mit vier Siegen in Folge sogar um ein Pünktchen vor Rot-Malsch in der Tabellen geschoben hat. Die Chance, das zu drehen, gibt es am Sonntag, 7. Dezember, 18 Uhr, in der Waldseehalle in Forst. Das letzte Heimspiel im Jahr 2025 folgt vor hoffentlich großer Kulisse am Samstag, 13. Dezember, 20 Uhr, in der Reblandhalle gegen HRR Meißenheim/Nonnenweier/Ottenheim. Das aktuelle Tabellenbild, in dem zwischen Platz sieben (Rot-Malsch) und Rang vier (Meißenheim) nur zwei Zähler Differenz liegen, lässt noch alle Chancen, das Glas vielleicht sogar mehr als halb voll zu sehen.
Es spielten: Andrè Paris (Tor), Luis Förderer (5), Niklas Rittmüller (3), Julius Gehring (8/1), Vito Gärtner (2), Aaron Bohn (3), Jonas Fischer, Leander Hofacker (5), Alfred Fellhauer, Per Tauer (1), Finnegan Rößler (2), Bengt Tauer (1).
(Text & Fotos: Armin Rößler)
