HSG St.Leon/Reilingen – TSV Rot-Malsch II 28:42 (13:16)
Das schmeckt. Nachdem man in der vergangenen Saison beide Punkte im Harres lassen musste, obwohl durchaus die Chance bestand, die Partie zu gewinnen, wollte die 1Büchse dieses Mal die Punkte mit nach Hause nehmen. Man rechnete sich auch durchaus Siegchancen aus, doch wie es dann kam, damit hat wohl niemand gerechnet.
Die TSV übernahm von Beginn an das Kommando über die Partie. Zwar noch nicht so deutlich, wie es möglich gewesen wäre, aber man legte zumindest immer die Treffer vor, welche die HSG auszugleichen hatte. Dies gelang den Gastgebern auch, als die 1Büchse mit zwei Treffern in Front war (3:5; 5:5). Im weiteren Spielverlauf legten die Gäste weiter vor, der Gastgeber glich aus. Nach dem 9:9 in der 19. Minute ging die TSV dann erstmals mit drei Treffern in Führung (9:12). Aber auch hier ließ sich St.Leon/Reilingen nicht abschütteln und war beim 12:13 wieder auf einen Treffer dran. Die folgende Auszeit nutzte Coach Edinger, um seine Mannen daran zu erinnern, mit welchen Mitteln man die drei-Tore-Führung herausspielen konnte. Diese Vorgabe wurde prompt umgesetzt und man lag erstmals mit vier Treffern in Front (12:16, 29.Min). Dem sicher verwandelten 7m der HSG zum 13:16 folgte ein Angriff der TSV, welcher zwar heruntergespielt wurde, aber leider ohne Torerfolg endete. Dennoch ging man mit einem guten 13:16 in die Pause.
Die Kabinenansage war klar: eigenes Ding durchziehen und durch saubere Defensiv- sowie Offensivarbeit den Gastgebern keine Chance geben, den Abstand zu verkürzen.
Gesagt getan, denn nach zwei schnellen Treffern war man erstmals auf fünf Tore enteilt (13:18). Die nächsten Treffer fielen bis zum 17:21 dann wieder abwechselnd auf beiden Seiten. Nun wurde die 1Büchse gnadenlos und lies den TSV-Zug rollen. Man erzwang innerhalb von knapp sechs Minuten eine kleine Vorentscheidung. Starke Defensive, starker Torhüter und eine kompromisslose Offensive. Die TSV startete einen 7:0 Lauf und schraubte den Spielstand auf 17:28. Auch die Auszeit der HSG beim 17:26 verpuffte nahezu im Nichts. Das 18:28 der HSG war deren erster Treffer nach knapp zehn torlosen Minuten. Coach Edinger nahm nun eine Auszeit um seine Mannen zu warnen, nicht zu sicher zu sein, denn vor Wochenfrist lag die HSG gegen die SG Schwarzbachtal ebenfalls deutlich zurück, gab sich aber nicht auf und konnte Tor um Tor verkürzen (was aber zu spät kam). Diese Worte beherzigend blieb man konzentriert und ließ St.Leon/Reilingen nie näher als zehn Treffer kommen. Unter den eigenen Treffern waren teils sehenswerte Würfe aber auch starke Kreis- und Außenanspiele, welche allesamt mit einer recht guten Quote versenkt wurden. Wie vom Trainerteam gewarnt, ließ die HSG aber nicht locker und versuchte das Tempo nicht zu verringern. Dementsprechend dann auch die Torfrequenz in den letzten zehn Minuten. Im Gefühl des sicheren Sieges ließ bei der TSV dann auch das Tempo ein klein wenig nach, was zu unnötigen Gegentreffern führte, welche man aber aufgrund des Spielstandes gerade so verschmerzen konnte. Über die Spielstände 20:32, 23:33, 25:37 und 27:39 führte man knapp eine Minute vor dem Ende beim 27:41 erstmals mit 14 Toren Unterschied. Auch von der offensiven Manndeckung der HSG knappe fünf Minuten vor dem Ende zeigte sich die TSV unbeeindruckt. Beiden Mannschaften war es in der letzten Minute vergönnt, noch einen weiteren Treffer zu erzielen. Besonderes Schmankerl war der nach dem Schlusspfiff parierte 7m durch Torhüter Alex Guse, was den 28:42 Sieg besiegelte. Danach durfte die 1Büchse völlig zurecht zum lauten Derbysiegergesang anstimmen und sich den verdienten Applaus der reichlich erschienenen Zuschauerinnern und Zuschauer abholen.
Eine starke Leistung und auch ein deutliches Zeichen in Richtung Liga dürfte dieser Sieg sein. Da hat man mal gesehen, zu was die 1Büchse im Stande ist, wenn das eigene Spiel durchgezogen wird. Man dürfte dann nämlich für kaum eine Mannschaft wirklich ausrechenbar sein, da wirklich jeder im Stande ist, Treffer zu erzielen. Das wird in der kommenden Partie extrem wichtig sein, denn wenn man auf den TV Eppelheim II trifft, stehen sich beiden einzigen verlustpunktfreien Mannschaften der noch jungen Saison gegenüber.
Ein Dank geht hier an Dominik Ent und Nils Wege, welche uns in dieser Partie tatkräftig unterstützten.
Mannschaft
Alexander Guse (Tor), Dominik Ent (Tor),
Julian Ganter (5), Gabriel Livaja, Ian Fleck (5), Alexander Barth (8), Florian Thome (4), Niklas Paul (8/2), Nils Wege (1), Diego Kehrer Treceno (2/2), Felix Stegmaier (5), Tim Geider (3), Hendrik Steger, David Edinger (1)
Vorbericht
Kommenden Samstag steht ein echter Kracher auf dem Programm. Zur Primetime um 20:00Uhr trifft die 1Büchse auf die Zweitvertretung aus Eppelheim. Beide Mannschaften stehen mit 6:0 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz (Schwarzbachtal hat ein Spiel mehr absolviert und steht mit 7:1 Punkten auf Platz 1). Nach einem deutlichen Sieg des TVE II gegen Handschuhsheim II stehen zwei knappe Siege gegen Viernheim und Friedrichsfeld auf dem Papier. Bei den Gästen stehen neben erfahrenen Spielern auch jüngere Akteure auf dem Feld, welche sich mit Sicherheit für die 1. Mannschaft empfehlen möchten. Demgegenüber steht eine hungrige 1Büchse, welche eine große Rolle in der Liga spielen möchte. Die drei Auftaktsiege sollten einiges an Selbstvertrauen geben, zumal man noch dazu Zuhause antritt. Mit den Fans im Rücken ist hier alles drin. Klar ist, am Ende der Partie gibt es entweder keine verlustpunkfreie Mannschaft mehr oder nur noch eine. Die 1Büchse wird alles daran setzen, diese eine Mannschaft zu sein. Fans, ihr wisst was das heißt: Auf nach Malsch und die 1Büchse angepeitscht. Wir bauen auf euch.
Samstag, 18.10.25 20:00Uhr
TSV Rot-Malsch II – TV Eppelheim II
Reblandhalle Malsch
