mJA: Ein Sieg mit Luft nach oben

TSV Rot-Malsch – TSV Knittlingen 34:26 (16:12)

Der verpatzten Generalprobe soll bekanntermaßen die gelungene Premiere folgen. Nun hat die A-Jugend ihr letztes Vorbereitungsspiel zwar gewonnen, also keineswegs gepatzt. Sie hat im Duell mit dem TSV Knittlingen aber auch genug Steigerungspotenzial erkennen lassen, dass niemand befürchten muss, die Jungs könnten nicht noch um einiges besser spielen. Was das für den Saisonstart am kommenden Samstag in der Oberliga Baden-Württemberg bedeutet? Das Ergebnis der Kaffeesatzleserei möge jeder für sich deuten.

Armin Rößler | TSV Rot-Malsch

Einige Erkenntnisse lassen sich zumindest erahnen: Die Defensive gewinnt langsam die Sicherheit zurück, die den letztjährigen mit der Badischen Meisterschaft belohnten B-Jugend-Jahrgang ausgezahlt hat. Es hakt zwar noch hier und da, insgesamt scheint es nach zähen Vorereitungsdarbietungen aber doch zu werden. Und vor dem gegnerischen Tor? Da ist leider noch ordentlich Sand im Getriebe, fehlen einge PS, um richtig Fahrt aufzunehmen, und vielleicht auch der letzte Wille, sich mit ganzer Leidenschaft ins Spiel reinzubeißen. Sollte der sich pünktlich zum Pflichtspielstart einstellen, haben wir aber nichts gesagt. Es muss ja nichts Schlechtes sein, Luft nach oben zu haben.

Armin Rößler | TSV Rot-Malsch

Das Spiel? Zunächst übernimmt der TSV Knittlingen das Kommando, der in der kommenden Saison ebenfalls in der Oberliga Baden-Württemberg antritt, allerdings in der Staffel 1, und damit die andere Hälfte des Ländle bereisen darf. Aus Rot-Malscher Gastgebersicht heißt es in der gut besuchten Letzenberghalle 0:1 und 1:3, ehe sich das Team langsam ins Spiel groovt, zum 3:3 ausgleicht, mit 3:4 ein letztes Mal in Rückstand gerät, sich beim 5:4 über die erste Führung freuen darf und diese sogleich auf 8:4 ausbaut. Ein Zwischenspurt, von dem sich die Gäste nicht mehr erholen, kleiner als drei Tore wird der Vorsprung des Heimteams nicht mehr (10:7, 14:11).

Armin Rößler | TSV Rot-Malsch

Es geht mit 16:12 in die Halbzeitpause, danach wächst die Führung zwischenzeitlich auf 21:14, schrumpft bei kleineren Schwächephasen wieder etwas (24:20, 26:23), gerät aber letztlich nicht mehr in Gefahr und wächst gegen Ende wieder deutlich an (30:24 und schließlich 34:26). Was trotz des Sieges fehlt, sehen die Trainer natürlich sofort: Der Wunsch nach mehr Tempo im Spiel wird lautstark von der Bank geäußert, aber noch nicht oft genug erhört. Gerade im Angriffsspiel fehlt bislang noch ein ordentliches Stück der Intensität, die das Meisterteam der vergangenen Saison ausgezeichnet hat. Es bleiben drei Trainingsabende, sie zu finden. Dann geht es endlich wieder los und der TSV betritt mit der neuen Oberliga Baden-Württemberg, Staffel 2, Neuland: am Samstag, 20. September, 18 Uhr, bei der HRR Meißenheim/Nonnenweier/Ottenheim in der Sporthalle Meißenheim (im Ortenaukreis). Das erste Heimspiel folgt eine Woche gegen einen weit vertrauteren Gegner: Am Samstag, 27. September, 20 Uhr, geht es in der Malscher Reblandhalle gegen den TSV Forst.

Armin Rößler | TSV Rot-Malsch

Es spielten: Andre Paris (Tor), Henrik Schwarz (5), Niklas Rittmüller (3), Thomas Valentin (2), Luis Förderer (8/1), Aaron Bohn (2/1), Jonas Fischer (1), Alfred Fellhauer (2), Per Tauer (1), Finnegan Rößler (6/3), Bengt Tauer (2), Leander Hofacker (2).

Mehr Foto-Impressionen aus dem Spiel finden sich auf den sozialen Kanälen des Teams (Instagram: mja.tsv/Facebook: MJA – TSV Rot-Malsch).

(Text & Fotos: Armin Rößler)

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